Auch ein frisch gewaschener Lack ist nicht zwingend sauber. In die Oberfläche eingelagerte Partikel — Flugrost, Industriestaub, Baumharz — bleiben sitzen und machen den Lack rau. Mit dem sogenannten Greiftest, der Hand in einer dünnen Tüte über den Lack, spürt man sie sofort.
Was die Knete tut
Eine Lackknete (Clay Bar) gleitet auf einem Gleitmittel über den Lack und zieht die festsitzenden Partikel mechanisch heraus, ohne den Lack abzutragen. Danach fühlt sich die Oberfläche glasglatt an — die Voraussetzung dafür, dass Politur und Versiegelung sauber haften.
Eine Versiegelung auf einem kontaminierten Lack versiegelt den Schmutz mit ein. Die Knete entscheidet über das, was darunter bleibt.
So wird sie angewendet
- Fahrzeug gründlich waschen und nass halten
- Reichlich Gleitmittel auftragen, damit die Knete nicht haftet
- Mit leichtem Druck in geraden Bahnen führen
- Knete regelmäßig falten, damit eine saubere Fläche arbeitet
Wann sie nötig ist
Nicht bei jeder Wäsche, aber vor jeder Politur und Versiegelung und immer dann, wenn sich der Lack rau anfühlt. Bei einem gut gepflegten Fahrzeug reicht oft ein- bis zweimal im Jahr. Wer den Schritt überspringt, baut auf einem unsauberen Fundament — und das hält nie so lange wie es sollte.