Eine Datenmigration ist der Umzug der wertvollsten Substanz eines Unternehmens: seiner Kunden-, Auftrags- und Finanzdaten. Geht dabei etwas verloren oder durcheinander, leidet das Tagesgeschäft sofort. Deshalb entscheidet die Vorbereitung, nicht die Technik.
Erst aufräumen, dann umziehen
Alt-Systeme sind voller Datenmüll: Dubletten, veraltete Einträge, inkonsistente Formate. Wer diesen Müll ungeprüft mitnimmt, vergiftet das neue System vom ersten Tag an. Die Migration ist die beste Gelegenheit, Daten zu bereinigen — bevor sie umziehen, nicht danach.
Müll im alten System wird im neuen System nur schneller gefunden. Bereinigung gehört vor die Migration, nicht danach.
Mapping: Wo gehört welches Feld hin
- Jedes Feld der Quelle einem Feld im Ziel zuordnen
- Formate angleichen — Datumsangaben, Telefonnummern, Kategorien
- Sonderfälle und Pflichtfelder vorab klären
- Beziehungen zwischen Datensätzen erhalten, nicht nur Einzeltabellen
Testlauf vor dem Ernstfall
Keine Migration geht direkt live. Ein Probelauf mit echten Daten in einer Testumgebung zeigt, wo das Mapping hakt und welche Datensätze Probleme machen. Erst wenn der Testlauf sauber durchläuft und stichprobenartig geprüft wurde, wird der echte Umzug geplant.
Der Cutover
Der eigentliche Wechsel — der Cutover — gehört in ein definiertes Zeitfenster mit Rückfallplan. Vor dem Umschalten wird ein vollständiges Backup gezogen, nach dem Umschalten wird verifiziert, dass Zahlen und Datensätze stimmen. Geht etwas schief, kann man kontrolliert zurück. Diese Absicherung nimmt der Migration ihren Schrecken — und macht aus dem gefürchteten Sprung einen planbaren Schritt.