Klein im Preis, groß in der Wirkung
Die Privathaftpflicht gehört zu den günstigsten Versicherungen überhaupt — und zu den wenigen, die fast jeder braucht. Der Grund: Wer einem anderen Menschen schuldhaft einen Schaden zufügt, haftet in Deutschland unbegrenzt, mit dem gesamten Vermögen, lebenslang. Ein Moment der Unachtsamkeit kann sechs- oder siebenstellige Forderungen auslösen. Genau diese Lücke schließt die Privathaftpflicht.
Auf die Deckungssumme kommt es an
Viele alte Verträge laufen noch mit Deckungssummen, die heute zu niedrig sind. Bei Personenschäden — etwa wenn jemand dauerhaft pflegebedürftig wird — reichen niedrige Summen schnell nicht aus.
- Eine Deckungssumme im einstelligen Millionenbereich gilt heute als Mindestmaß
- Personenschäden sind der teuerste Fall, nicht Sachschäden
- Eine alte Police mit geringer Summe sollte geprüft werden
Eine zu niedrige Deckung fällt erst im Ernstfall auf — und dann ist es zu spät, sie zu erhöhen.
Die Lücken, die am häufigsten überraschen
Nicht jede Police deckt, was Kunden annehmen. Typische Schwachstellen sind die sogenannte Gefälligkeitsschäden-Klausel, der Schlüsselverlust, Schäden durch deliktunfähige Kinder oder die Absicherung bei einer Auslandsreise. Auch wer mit dem Partner zusammenzieht oder eine Familie gründet, sollte den Vertrag anpassen — die Lebenssituation entscheidet über den passenden Umfang.
Hinweis aus der Praxis: Der Preisunterschied zwischen einer mittelmäßigen und einer sehr guten Privathaftpflicht ist gering. Bei der Leistung im Schadenfall ist er es nicht.
Bestehende Verträge gehören geprüft
Wer seit Jahren denselben Vertrag hat, zahlt oft für veralteten Schutz. Eine neutrale Prüfung zeigt, ob die Deckungssumme noch zeitgemäß ist, welche Klauseln fehlen und ob ein besserer Tarif zum gleichen oder geringeren Beitrag verfügbar ist. Gerade bei einer so günstigen Versicherung gibt es keinen Grund, am falschen Ende zu sparen.