Kapitalanlage

Immobilien Kapitalanlage: Rendite schlägt Lage

Immobilien als Kapitalanlage seriös bewerten: Warum die Nettomietrendite mehr sagt als die Lage. Sachlich rechnen statt fühlen. Objekt prüfen lassen.

Autor Julien MarschallVeröffentlicht 2026-06-08Lesezeit 2 Min.

„Lage, Lage, Lage" ist der Satz, mit dem teure Fehler verkauft werden. Lage ist wichtig — aber sie ist eine Geschichte. Was zählt, ist eine Zahl: die Nettomietrendite.

So rechnen Sie sie ehrlich: Jahresnettokaltmiete geteilt durch den Gesamtkaufpreis inklusive aller Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler), mal 100. Eine Wohnung für 250.000 € all-in, die 10.000 € netto im Jahr bringt, liefert 4,0 %. Klingt solide — bis die nicht umlagefähigen Kosten und der Instandhaltungsrückstellung abgezogen werden. Dann bleibt die echte Rendite.

Der häufigste Anfängerfehler: die Bruttorendite feiern und die Nebenkosten ignorieren. 12 % Kaufnebenkosten drücken jede Rechnung — und sie sind beim ersten Tag bezahlt.

Lage entscheidet über die Stabilität der Miete und den Wiederverkauf. Die Rendite entscheidet, ob das Objekt von Tag eins trägt. Beides muss stimmen. Aber prüfen Sie immer zuerst die Zahl, bevor Sie sich in die Adresse verlieben.

Kapitalanlage ist Mathematik mit Geduld. Wer rechnet, bevor er fühlt, schläft ruhiger.

Sie prüfen ein Objekt? Schicken Sie uns die Eckdaten — wir rechnen die echte Rendite, neutral und nachvollziehbar.

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