Immobilien

Mietrendite berechnen: Brutto, Netto, Wahrheit

Die beworbene Rendite ist selten die echte. Wie du Brutto- und Nettomietrendite sauber rechnest — ohne Wunschdenken.

Autor Julien MarschallVeröffentlicht 2026-06-14Lesezeit 2 Min.

Die Zahl im Exposé ist selten die ganze Wahrheit

Wenn ein Inserat mit „4,5 % Rendite" wirbt, ist fast immer die Bruttomietrendite gemeint — und die blendet die Hälfte der Realität aus. Wer auf dieser Zahl eine Entscheidung baut, rechnet sich reich. Seriös wird es erst mit der Nettobetrachtung.

Brutto vs. Netto

  • Bruttomietrendite: Jahreskaltmiete geteilt durch den Kaufpreis. Schnell, aber grob.
  • Nettomietrendite: rechnet Kaufnebenkosten, Verwaltung, Instandhaltung und Mietausfallrisiko mit ein — und liegt deutlich darunter.
  • Die Lücke zwischen beiden ist genau das, was viele Käufer übersehen.

Was in die ehrliche Rechnung gehört

Zur Nettobetrachtung zählen die Kaufnebenkosten, laufende nicht umlagefähige Kosten, eine Rücklage für Instandhaltung und ein Puffer für leerstehende Monate. Erst wenn diese Posten drin sind, weißt du, was die Immobilie wirklich abwirft.

Renditeversprechen gibt es hier keine, und wer sie macht, ist unseriös. Was zählt, ist eine nachvollziehbare Rechnung.

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Häufige Fragen

Warum ist die Nettomietrendite niedriger?
Weil sie Nebenkosten, Verwaltung, Instandhaltung und Mietausfallrisiko berücksichtigt, die die Bruttozahl ignoriert.
Welche Rendite ist „gut"?
Das hängt von Lage, Risiko und Zinsumfeld ab — wichtiger als eine Wunschzahl ist eine ehrliche Vollkostenrechnung.